Zurück
Vor
Paul Gauguin, Holzschnitt
 
 

Paul Gauguin, Holzschnitt

Künstler Gauguin, Paul

Artikel-Nr.: A10137

 

Sofort versandfertig, Lieferzeit ca. 1-3 Werktage

1.850,00 € *
 
 
 
 
 

Produktinformationen "Paul Gauguin, Holzschnitt"

Paul Gauguin

(1848 - 1903)

Holzschnitt von der Originalplatte

Titel: Frau unter Baum

undatiert

Format, Platte: 110mm – 135mm x 323mm x 22mm

Format, Holzschnitt: ca. 110mm – 116mm x 193mm

Format, Papier: ca. 180 x 263 mm

Papier: Weißes, leichtes Büttenpapier mit dem Schöpfrand an allen vier Blattseiten. Blattkanten minimal gebräunt.

Zustand: Altersgemäß sehr gut. Das Blatt ist verso am rechten und linken oberen Blattrand auf einem festen Karton befestigt.

Der Druck stammt höchstwahrscheinlich aus der Kleinauflage von 1930 in Prag. 

Anmerkung: Es gibt verschieden Längausdehnungen des Holzschittabdrucks, je nach Einfärbung der Druckplatte. Der Schnitt befindet sich an linken Rand des Holtzbrettchens.

Die Druckplatte stammt aus der Zeit des zweiten Aufenthaltes von Gauguin auf Haiti und La Dominica, also aus den Jahren 1895-1903. 1910, sieben Jahre nach dem Tod Gauguins besuchte der mit dem Lebensschicksal des Künstlers vertraute slowakische Astronom M.R. Stefanik Oszeanien und fand bei den Einheimischen elf Originaldruckstöcke, die er nach Paris brachte. Der befreundete Grafiker T.F. Simon, der seit 1904 in Paris lebte, reinigte und restaurierte die Platten und zog eine erste kleine Anzahl von Drucken ab. Nach dem Tod Stefanik’s im Jahr 1911 ging seine gesamte Hinterlassenschaft und auch die Druckplatten an den Techoslowakischen Staat über. 1930 wurden weitere Drucke in Prag abgezogen. Die elft Druckstöcke Gauguin‘s werden seit 1951 in der grafischen Sammlung der Nationalgalerie Prag aufbewahrt. 1961wurde mit Rücksicht auf den schlechten Zustand der Druckplatten weitere Drucke - unter konservatorische Betreuung - durch den Grafiker Janus Kubicek abgezogen.

Weiterführende Literatur: Paul Gauguin, UNBEKANNTE HOLZSCHNITTE, Libuse Sykorove, ARTIA Verlag Prag, 1963 (in deutscher Sprache)

und WIKIPEDIA: M.R. Stefanik

 

 

 

Weiterführende Links zu "Paul Gauguin, Holzschnitt"

Weitere Artikel von Gauguin, Paul
 

Künstler-Beschreibung "Gauguin, Paul"

Paul Gauguin, 1848 in Paris geboren, wächst die ersten Lebensjahre in Peru auf. Zurück in Frankreich besucht er 1874 die Académie Colarossi in Paris für erste Malstudien. Bereits zwei Jahre später ist ein erstes Bild Gauguins in einer Ausstellung zu sehen. Er macht die Bekanntschaft mit Camille Pissaro, Paul Cézanne und Edgar Degas, mit denen er in der Folgezeit an weiteren Ausstellungen teilnimmt. Deren wichtigste Stilelemente finden Eingang in seine frühen Arbeiten. 1886 reist Gauguin nach Pont-Aven in die Bretagne und wird dort Kopf der sich bildenden Künstlergruppe. Er entwickelt einen neuen Malstil mit groß gesehenen Figuren, festen Konturen und starken, flächigen Farben. Bei seinem zweiten Aufenthalt in Pont-Aven 1888 vollzieht Gauguin den wichtigen Schritt zur "Synthese" des Bildes: Er belebt die dekorativ-flächig angelegte Figurenkomposition durch starke Farbkontraste und steigert ihren Ausdruck durch einen Wechsel von extremer Nahsicht und Tiefenwirkung. Dieser neue Stil, "Synthetismus" genannt, wird zum Vorbild einer anderen Gruppe von Künstlern, den "Nabis", darunter Émile Bernard, Pierre Bonnard und Édouard Vuillard. 1891 reist Gauguin nach Tahiti, um dort, so hofft er, das verlorene Paradies wiederzufinden. Obwohl seine Erwartungen enttäuscht werden, vertieft er sich in die Mythen der Polynesier und malt 66 Bilder, traumhafte Szenerien mit monumental gesehenen Figuren und intensiven Buntwerten. Bei seiner Rückkehr nach Paris 1893 ist Gauguin mittellos. Eine Ausstellung seiner Tropenbilder bei Durand-Ruel soll seine Lage verbessern, doch der Erfolg bleibt aus. Von Paris und der Zivilisation enttäuscht beschließt Gauguin, sich für immer von der Welt zurückzuziehen. 1895 reist er daher wieder nach Tahiti. Die dort entstehenden Bilder behandeln jetzt Themen wie Schöpfungsmythen, Zeugung und Geburt. Trotz seiner schweren Erkrankung siedelt er 1901 nach Atuona auf die Marquesas-Insel Hiva Oa über, wo er am 8. Mai 1903 stirbt. Gauguin gilt als Wegbereiter der Moderne, der mit dem "Synthetismus" einen neuen Stil entwickelt und durch die Korrespondenz von Farben und Formen Intuition, Traum und Vision heraufbeschwört.

 
 
 
 

Zuletzt angesehen