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Heinrich Vogeler, Radierung, Liebe
 
 

Heinrich Vogeler, Radierung, Liebe

Künstler Vogeler, Heinrich

Artikel-Nr.: A10225

 

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Produktinformationen "Heinrich Vogeler, Radierung, Liebe"

Heinrich Vogeler

Originale Radierung von 1896

Titel: Liebe

Plattenmaß: ca. 37,5 x 35,7 cm

Motiv: ca. 36,2 x 34 cm, unter der Darstellung links ein gravierter Stern

Blattmaß: ca. 54,5 x 48,2 cm

Werkverzeichnis Rief Nr. 13

Druck auf Bütten. Druck nach 1920 durch die Künstlerpresse Worpswede

Widmung: Herrn Gottlieb Sämann, Worpswede, in dankbarer Erinnerung an den 17. April 1933. Als den Tag seiner 30-jährigen Tätigkeit auf dem Barkenhoff. Für den Barkenhoff, Menck Schwarz

Menck Schwarz ist vermutlich der Garten- und Landschaftsarchitekt Max Karl Schwarz, der in den 1920er Jahren Mitarbeiter beim Landschaftsarchitekten Leberecht Migge in Worpswede war. Er wird 1924 Mitglied der Anthoprosophischen Gesellschaft und übernimmt 1932 den Barkenhoff, um die "Gartenbau- und Siedlerschule Worpswede" zu gründen.

PROVENIENZ: aus dem Besitz der Familie Gottlieb Sämann, dem ehemaligen Kutscher von Heinrich Vogeler.

Zustand: Sehr schönes, seltenes und fachmännisch restauriertes Blatt

 

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Künstler-Beschreibung "Vogeler, Heinrich"

Heinrich Vogeler / 1872 in Bremen – 1942 Kasachstan

Am 12. Dezember 1872 wird Heinrich Vogeler in Bremen geboren. 1890-1895 studiert er an der Kunstakademie in Düsseldorf. Studienreisen führen Vogeler u.a. nach Belgien und Italien. 1894 schließt er sich der Künstlervereinigung Worpswede an und erwirbt 1895 den "Barkenhoff". Weitere Reisen führen Vogeler nach Dresden und Florenz und er lernt Rainer Maria Rilke kennen. 1899 erhält er die Aufforderung an der "Insel" mitzuarbeiten. Neben der Beschäftigung am "Insel"-Jahrgang in München fertigt Vogeler kunstgewerbliche Arbeiten und Buchillustrationen an. 1901 heiratet er Martha Schröder. 1905 beendet er die Ausgestaltung der Güldenkammer im Bremer Rathaus. 1908 gründet Vogeler zusammen mit seinem Bruder Franz die "Worpsweder Werkstätte" für Möbelbau. Aufgrund des einschneidenden Rückgangs des Publikumsinteresses und anhaltender Eheprobleme plant er auszuwandern. Doch der Kriegsausbruch 1914 veranlasst Vogeler, sich als Kriegsfreiwilliger zu melden. 1915 wird er an die Ostfront berufen. Als Vogeler 1918 einen schriftlichen Friedensappell an den Kaiser richtet, wird er kurzzeitig in die Irrenanstalt in Bremen eingeliefert. Nach der Novemberrevolution gründet Vogeler im "Barkenhoff" die erste deutsche Künstlerkommune und übergibt nach deren Scheitern seinen Besitz der Roten Hilfe als Erholungsheim für Kinder politisch Verfolgter. Der Künstler lernt 1923 an der Seite seiner zweiten Frau, Sonja Marchlewska, die Sowjetunion kennen, in die er 1931 emigriert. Bei der Annäherung der deutschen Truppen aus Moskau im Jahr 1941 wird er zusammen mit anderen Emigranten nach Kasachstan deportiert, wo er 1942 verstirbt. 

 
 
 
 

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