Begrüßung

Worpswede bietet den Besuchern nicht nur ein Museum, sondern eine regelrechte Museumslandschaft. Ursprünglich alle einmal durch private Initiativen gegründet, sind die überwiegende Zahl der Institutionen inzwischen in museale Stiftungen umgewandelt. Dabei hat jedes Haus seinen speziellen Schwerpunkt in der Sammlung. Die vier Museen des Worpsweder Museumsverbundes, die über die gemeinsame Seite www.worpswede-museen.de zu finden sind, bieten in ihren Häusern folgende Präsenzausstellungen:

 


Barkenhoff - Heinrich-Vogeler-Museum
Ostendorfer Straße 10
27726 Worpswede
Info-Telefon: +49(0)4792.3968

Im Barkenhoff ist eine umfangreiche Ausstellung zu Heinrich Vogelers Leben und Gesamtwerk zu sehen: Von der Akademiezeit über Jugendstil und Expressionismus bis hin zur neuen realistischen Malerei verweisen Exponate aller Genres auf die Kreativität dieser einzigartigen Künstlerpersönlichkeit. Eine Auswahl von Gemälden und Grafiken dokumentiert die frühe Werkphase um die Wende zum 20. Jahrhundert. Vogeler wird als Buchkünstler und Illustrator vorgestellt, wertvolle kunstgewerbliche Objekte wie Schmuck, Porzellane und Gläser präsentieren ihn als vielseitigen Gestalter in der Hochphase des Jugendstils. Seine Arbeit als Designer von Möbeln und Inneneinrichtungen wird anhand von Entwurfszeichnungen und originalen Möbeln gezeigt; Architekturzeichnungen und Modelle belegen seine Tätigkeit als Architekt. Darüber hinaus dokumentieren Gemälde des Spätwerks die persönliche, künstlerischpolitische Veränderung im Leben Vogelers, der 1931 in die ehemalige Sowjetunion emigrierte und dort 1942 starb.

 

Große Kunstschau Worpswede

Lindenallee 5
27726 Worpswede
Info-Telefon: +49(0)4792.1302

Die Große Kunstschau ist mit einer Dauerausstellung Heimat der berühmtesten Gemälde der ersten Worpsweder Malergeneration und das Herzstück des architektonisch bedeutenden Hoetger-Ensembles. Dieses einmalige Baukunstwerk des norddeutschen Expressionismus wird ergänzt durch den sanierten, modernsten Museumsbau Worpswedes, der aus dem ehemaligen Roselius-Museum entstand und Raum für wechselnde Ausstellungen aktueller und zeitgenössischer Kunst bietet. Im historischen Hoetger-Bau werden in der Dauerausstellung Werke der ersten Worpsweder Malergeneration von Heinrich Vogeler, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, Ottilie Reylaender, Hans am Ende, Fritz Overbeck, Fritz Mackensen und Carl Vinnen gezeigt. Ergänzt wird die Präsentation durch plastische Arbeiten von Bernhard Hoetger. Die Räume im modernen Anbau bieten mit über 500 m2 genügendPlatz für wechselnde Sonderausstellungen. Gezeigt werden Bestandspräsentationen aus der Sammlung der Kulturstiftung Landkreis Osterholz bis hin zu zeitgenössischer Kunst.
Angeschlossen ist das Restaurant und Café Kaffee Worpswede, ebenfalls ein Bau von Bernhard Hoetger, das im originalgetreu erhaltenen Ambiente kreative Gaumenfreuden bietet.

 

Worpsweder Kunsthalle

Bergstr. 17
27726 Worpswede
Info-Telefon: +49(0)4792.1277

Die Worpsweder Kunsthalle ist eines der traditionsreichsten Museen des Ortes. Der Buchbindermeister Friedrich Netzel begann, schon in der Frühzeit der Künstlerkolonie, jungen Künstlern seine Räumlichkeiten zu Ausstellungszwecken zur Verfügung zu stellen. Sein Sohn Friedrich erbaute am heutigen Standort in der Bergstaße 17 ein neues Haus, das er als Galerie und Kunsthandel einrichtete.
Neben dem Verkauf der Bilder begann die Familie Netzel früh, einen Grundstock von Werken der Gründergeneration anzulegen. Dieser Tradition folgend wurden auch Bilder von Künstlern der zweiten und dritten Generation gesammelt, so dass die Worpsweder Kunsthalle heute die wohl bedeutendste Überblickssammlung über die Kunstgeschichte des Ortes besitzt und in wechselnden Ausstellungen zeigen kann. Seit 1999 werden Sammlung und Museum als "Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel" von einem engagierten Team aus versierten Mitarbeitern und Freiwilligen weitergeführt. Seit Abschluss der Sanierungsarbeiten wird der Besucher schon am Eingang von der Bergstraße her von einer Plastik von Bernhard Hoetger begrüßt, die anzeigt, dass in diesem vielfältigen und vielseitigen Museum auch weiterhin qualitativ hochwertige Ausstellungen zu sehen sein werden.

 

Haus im Schluh - Heinrich-Vogeler-Sammlung
Im Schluh 35-37
27726 Worpswede
Info-Telefon: +49(0)4792.522

Heinrich Vogeler, seine Kunst, seine Liebe, sein Leben. Überliefert durch Martha Vogeler und bewahrt von der Familie im stimmungsvollen Haus im Schluh. Seit mehr als 90 Jahren erwartet den Besucher des Künstlerdorfes Worpswede ein ganz besonderes Kleinod im Schatten alter Bäume. Wer sich aus dem Ortskern herausbegibt und den Weg "Im Schluh" einschlägt, lässt die Hektik des Alltags hinter sich. Zwei romantische alte Niedersachsen-häuser gruppieren sich in einem malerischen Hofensemble.1920 gründete Martha Vogeler diesen Ort, um hier das vom worpsweder „Barkenhoff“ stammende originale Inventar und die Werke ihres Mannes, des Malers, Grafikers, Designers und Architekten Heinrich Vogeler, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Heinrich-Vogeler-Sammlung besteht aus zahlreichen bekannten Gemälden, unter anderem dem berühmten "Frühling", aus Grafiken und Jugendstil-Design, wie Möbeln und Porzellan. Ergänzt durch die wertvollen, oft kuriosen und interessanten Gegenstände aus bäuerlichem Hausrat oder Kunsthandwerk, ergibt sich eine ganz besondere Atmosphäre in diesem schönen historischen Ambiente. Im Rahmen der Präsenzausstellung wird der künstlerische und persönliche Weg Heinrich Vogelers spannend und facettenreich präsentiert. Das Haus wird seit Gründung in der 4. Generation von der Familie geführt, dies seit 2003 im Rahmen der „Heinrich Vogeler Stiftung Haus im Schluh“ und unterstützt von dem 1993 gegründeten „Freundeskreis Haus im Schluh.“

 

Darüber hinaus gibt es seit 1997 das Museum am Modersohn-Haus, das aus der privaten Sammlung der Familie Kaufmann entstanden ist und sich im Ortszentrum in Otto und Paula Modersohn-Beckers ehemaligen Wohnhaus befindet.

 

Museum am Modersohn-Haus
Hembergstraße 19
27726 Worpswede
Info-Telefon: +49(0)4792.4777

In dem originalen Wohnhaus von Otto Modersohn und Paula Modersohn-Becker und einem modernen Anbau wird die umfangreiche Sammlung von Kunstwerken der ersten Worpsweder Malergeneration präsentiert. Der Galerist Bernhard Kaufmann hat den Grundstock für diese sehenswerte Sammlung gelegt.

 

Ein besonderes Kleinod ist das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers und ersten Gästeführers Worpswedes, Edwin Koenemann (1883-1960). Wegen seiner Iglu-artigen Bauform wird es von den Einheimischen Käseglocke genannt.

Worpsweder Käseglocke
Baudenkmal und Museum für
Worpsweder Möbel und Kunsthandwerk
Lindenallee 13
27726 Worpswede
Info-Telefon: +49(0)4792.950505

Das ehemalige Wohnhaus des Schriftstellers und Gästeführers Edwin Koenemann ist heute ein Baudenkmal. Koenemann benutzte einen Entwurf des bekannten Reformarchitekten Bruno Taut für sein Gebäude. Auf einem Gelände von 3000 qm legte Koenemann einen verwunschenen Künstlergarten an mit künstlichen Grotten und Mäuerchen aus Klinkern, Glasschlacken und Fehlbränden. Im Gebäude wird eine umfangreiche kunstgewerbliche Sammlung präsentiert.

 

 

 

 
 
 
 

Kommentar schreiben

 

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.